Neben Einzeltherapie biete ich auch Paartherapie an.
Paarbeziehungen stehen oftmals vor zahlreichen Herausforderungen. Der Übergang von einer reinen Paarbeziehung zum Elterndasein ohne sich als Paar komplett zu verlieren. Die Vereinbarkeit von beruflichen Anforderungen und der Partnerschaft. Der Umgang damit, wenn eigene Wünsche und Autonomiebedürfnisse mit Bedürfnissen meiner Partnerperson nicht übereinstimmen. Das Erleben von Untreue einer Partnerperson.
Und noch vieles mehr.
Vielleicht kennen Sie es, dass Sie immer wieder an denselben Punkten in der Partnerschaft in Konflikt geraten, sie den Prozess aber trotzdem irgendwie nicht beeinflusst bekommen. Vielleicht sind Sie auch an dem Punkt, an dem Sie einander viel anschweigen und gar nicht mehr so recht wissen, wie Sie miteinander sprechen sollen. Manchmal befindet man sich in der Partnerschaft an einem Punkt, an dem es hilfreich ist, eine neutrale, weitere Partei hinzuziehen, die bei der Bearbeitung der partnerschaftlichen Themen unterstützt.
Es ist mir wichtig, dass wir zu Beginn der Paartherapie gut klären, mit welchem Auftrag an mich und mit welchen Zielen Sie in die Paartherapie kommen. Es soll neben der Bearbeitung Ihrer Anliegen und potentiellen Problemstellungen auch eine Stärkung Ihrer Ressourcen als Paar ihren Platz finden.
Auch im Rahmen der Paartherapie bringe ich die Schematherapie mit ein. Falls Ihnen die Schematherapie unbekannt ist, können Sie Näheres unter dem Reiter „Schematherapie“ nachlesen. Warum und wann ist es sinnvoll, schematherapeutische Ansätze in die Paartherapie zu integrieren? Dies hat sich insbesondere dann als hilfreich erwiesen, wenn die eigenen Kindheits- und Bindungserfahrungen eine große Rolle spielen.
Ein fiktives Beispiel: Partnerperson A’s Mutter hat unter einer schweren chronischen Erkrankung gelitten. Infolgedessen war wenig Raum für Partnerperson A’s Gefühle und Bedürfnisse, da zunächst immer im Mittelpunkt stand, auf die Mutter Rücksicht zu nehmen und dafür zu sorgen, dass sich die Symptomatik nicht verschlechtert. Partnerperson A hat also gelernt
- möglichst wenig Raum einzunehmen und „unkompliziert“ zu sein („Ich bin nicht wichtig.“)
- dass die eigenen Gefühle und Bedürfnisse kaum Platz haben in Beziehungen. Er hat dementsprechend auch nie gelernt, diese gut wahrzunehmen und adäquat für diese einzustehen.
Wenn Partnerperson B nun einen stressigen Tag und wenig Kapazitäten hat, sich nach Partnerperson A’s Befinden zu erkundigen und darauf Rücksicht zu nehmen, verletzt Partnerperson A dies stark, da „alte Gefühle“ wie Traurigkeit aus der Kindheit wieder aktiviert werden. Da Partnerperson A nicht gelernt hat zu äußern, wie es ihr geht und was sie braucht, schweigt sie so lange, bis sie es nicht mehr aushält – woraufhin ein großer Konflikt entsteht. Partnerperson B kann gar nicht nachvollziehen, wo plötzlich all der Ärger herkommt und reagiert eher ungehalten, da sie auch unter hoher Belastung steht. Außerdem bringt sie ja ebenfalls ihre eigene Biographie mit…
So oder so ähnlich entstehen oftmals aus vermeintlich kleinen Situationen große Konflikte. Oft geht es weniger um den Inhalt oder die Situation an sich, als darum, wie diskutiert oder gestritten und über Gefühle und Bedürfnisse kommuniziert wird. Wir gehen davon aus, dass frühere belastende Erlebnisse und Beziehungserfahrungen die heutige partnerschaftliche Beziehung beeinflussen, indem die Wahrnehmung der Situation und das Verhalten der beteiligten Personen beeinflusst wird. Oftmals stecken Partnerpersonen in nicht hilfreichen Interaktionsmustern fest. Diese Interaktionsmuster zu erkennen und zu durchbrechen, stellt einen wichtigen Schritt auf dem Weg zu einer konstruktiveren Kommunikation und der Bewältigung dringlicher Probleme dar.
Zögern Sie nicht, mich zu kontaktieren – ich unterstütze Sie gerne dabei, Herausforderungen zu bewältigen und Ihren gemeinsamen Weg wiederzufinden bzw. beizubehalten.
Bitte beachten Sie, dass Krankenkassen Paartherapien leider nicht übernehmen, sodass es sich um eine reine Selbstzahlenden-Leistung handelt.